Lite­ra­ri­sche Über­set­zung

(Gesi­ne Leno­re Schie­wer)

Über­set­zun­gen spie­len für inter­kul­tu­rel­le Lite­ra­tur und Deutsch als Fremd­spra­che eine erheb­li­che Rol­le. Sei es, dass deutsch­spra­chi­ge Tex­te im Fremd­spra­chen­un­ter­richt behan­delt wer­den, in dem Ler­ner zumin­dest gele­gent­lich auf zwei­spra­chi­ge Wör­ter­bü­cher oder vor­lie­gen­de bezie­hungs­wei­se eige­ne Über­set­zun­gen zurück­grei­fen wer­den. Sei es, dass fremd­spra­chi­ge und fremd­kul­tu­rel­le Tex­te ins Deut­sche über­setzt wer­den, was zum Bei­spiel bei der Lite­ra­tur von Auto­ren mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund vor allem der jeweils ers­ten Gene­ra­ti­on der Fall sein kann. Sei es, dass nicht-mut­ter­sprach­li­che Auto­ren in deut­scher Spra­che schrei­ben, wobei sie ihrer­seits gele­gent­lich auf zwei­spra­chi­ge Wör­ter­bü­cher zurück­grei­fen mögen oder ihre mut­ter­sprach­li­chen lite­ra­ri­schen Tra­di­tio­nen – mehr oder weni­ger unter­schwel­lig – in den deutsch­spra­chi­gen Text ein­flie­ßen kön­nen.

Die Ein­bin­dung von lite­ra­ri­schen Über­set­zungs­auf­ga­ben in den DaF-Unter­richt kann ins­be­son­de­re für den Umgang mit diver­gie­ren­den Seman­ti­ken und Fra­gen von Sprach­a­sym­me­tri­en und Sprach­macht sen­si­bi­li­sie­ren.

Lite­ra­tur

  • Schie­wer, Gesi­ne Leno­re (2011), Von der Lite­ra­tur­spra­che zu „Bücher(n), die ihren Lesern Tore öff­nen“. Per­spek­ti­ven der inter­kul­tu­rel­len Lite­ra­tur­wis­sen­schaft an der Schnitt­stel­le von Trans­la­ti­ons­wis­sen­schaft und Wis­sens­so­zio­lo­gie, in: Deutsch als Fremd­spra­che und Lite­ra­tur­wis­sen­schaft. Zugrif­fe, The­men­fel­der, Per­spek­ti­ven, hg. von Micha­el Ewert, Rena­te Ried­ner & Simo­ne Schie­der­mair, Mün­chen: iudi­ci­um, 60–78.

(Mehr zu die­sem The­ma im Modul 7 Kul­tur- und Lite­ra­tur­wis­sen­schaf­ten der Mul­ti­lin­gua Aka­de­mie)

 

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