Kon­zep­tu­el­le Meta­pher

(Jörg Roche & Fer­ran Suñer Muñoz)

Con­cep­tu­al Meta­phor

Mit dem Begriff der kon­zep­tu­el­len Meta­pher wird das kon­zep­tu­el­le Gerüst einer Meta­pher bezeich­net. Es ent­steht aus der Pro­jek­ti­on (Map­ping) einer Quel­len­do­mä­ne (hier­bei kann es sich auch um eine Basis­do­mä­ne han­deln) auf eine Ziel­do­mä­ne. Kon­zep­tu­el­le Meta­phern bestim­men den Sprach­ge­brauch und sind all­ge­gen­wär­tig. Ein Chat Room hat zum Bei­spiel kei­ne phy­si­sche Gestalt wie ein Raum, der Kopf/Anfang eines Monats hat in asia­ti­schen Spra­chen weder Kopf, Hand noch Fuß, genau­so wenig wie einen räum­li­chen Anfang oder ein räum­li­ches Ende im Deut­schen. Kon­zep­tu­el­le Meta­phern unter­schei­den sich vom rhe­to­ri­schen Meta­phernbe­griff, der auf sprach­li­che (lite­ra­ri­sche) Figu­ren begrenzt ist. Die sprach­li­che Mani­fes­ta­ti­on des kon­zep­tu­el­len Meta­phernge­halts zeigt sich in lin­gu­is­ti­schen Meta­phern.

Aus der kon­zep­tu­el­len Meta­pher DIE LIE­BE (Bild­emp­fän­ger-Domä­ne) IST EINE REI­SE (Bild­spen­der-Domä­ne) las­sen sich bei­spiels­wei­se die lin­gu­is­ti­schen Meta­phern unse­re Bezie­hung führt zu nichts oder wir wol­len einen gemein­sa­men Weg gehen ablei­ten.

Lite­ra­tur

  • Lakoff, Geor­ge & John­son, Mark (1980), Meta­phors we live by. Chi­ca­go: The Uni­ver­si­ty of Chi­ca­go Press.

(Mehr zu die­sem The­ma im Modul 1 Spra­chen­ler­nen und Kogni­ti­on der Mul­ti­lin­gua Aka­de­mie)

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