Ges­ti­sche Dar­stel­lungs­wei­sen

(Sil­va Lade­wig)

Ges­tu­ral Modes of Rep­re­sen­ta­ti­on

Ges­ti­sche Dar­stel­lungs­wei­sen nach Mül­ler (1998, 2014) bezeich­nen die Tech­ni­ken, mit­hil­fe derer Bewe­gun­gen der Hän­de und Arme zu kom­mu­ni­ka­ti­ven Zei­chen wer­den. Es wer­den vier Tech­ni­ken der Ges­ten­her­stel­lung unter­schie­den. Die­se sind Agie­ren, Model­lie­ren, Zeich­nen und Reprä­sen­tie­ren. Beim Agie­ren tun die Hän­de so, als wür­den sie eine Hand­lung nach­ah­men, wie bei­spiels­wei­se ein Fens­ter öff­nen, ein Glas zum Mund füh­ren oder einen Schlüs­sel her­um­dre­hen. Beim Model­lie­ren wird die Gestalt eines Objekts in sei­ner Drei­di­men­sio­na­li­tät in der Luft geformt. Beim Zeich­nen wer­den die Umris­se eines Objek­tes zwei­di­men­sio­nal in der Luft nach­ge­bil­det, häu­fig mit­tels des Zei­ge­fin­gers. Beim Reprä­sen­tie­ren wird die gesam­te Hand zu einem Objekt, wie zum Bei­spiel, die fla­che Hand, die die Gestalt eines Fens­ters ver­kör­pert oder der Zei­ge­fin­ger, der eine Zahn­bürs­te dar­stellt.

Lite­ra­tur

  • Mül­ler, Cor­ne­lia (1998), Rede­be­glei­ten­de Ges­ten: Kul­tur­ge­schich­te, Theo­rie, Sprach­ver­gleich. Ber­lin: Arno Spitz.
  • Mül­ler, Cor­ne­lia (2014), Ges­tu­ral modes of rep­re­sen­ta­ti­on as tech­ni­ques of depic­tion, Body–language–communication: An inter­na­tio­nal hand­book on mul­ti­moda­li­ty in human inter­ac­tion (Vol. 2; Hand­books of Lin­gu­is­tics and Com­mu­ni­ca­ti­on Sci­ence 38). Ber­lin, Bos­ton: Mou­ton de Gruy­ter, 1687–1702.

(Mehr zu die­sem The­ma im Modul 2 Kogni­ti­ve Lin­gu­is­tik der Mul­ti­lin­gua Aka­de­mie)

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