Begriff

(San­dra Drumm)

Con­cept

Als Begriff defi­niert die DIN-Norm 2342 (1992: 1–3) eine „Denk­ein­heit, die aus einer Men­ge von Gegen­stän­den unter Ermitt­lung der die­sen Gegen­stän­den gemein­sa­men Eigen­schaf­ten mit­tels Abs­trak­ti­on gebil­det wird“. Die Bedeu­tung eines Begriffs ist die Sum­me aller kri­ti­schen, das heißt gemein­sa­men Merk­ma­le. Der Begriffs­um­fang wie­der­um meint die Gesamt­heit aller in einem Begriff zusam­men­ge­fass­ten Ein­zel­phä­no­me­ne. Ein Begriff kann dabei mit ver­schie­de­nen Ter­mi­ni belegt wer­den, wenn ver­schie­de­ne Defi­ni­tio­nen gegen­über­ste­hen. Zum Bei­spiel haben die Ter­mi­ni Tra­chea­ta und Anten­na­ta den glei­chen Begriffs­um­fang. Sie benen­nen die bei­den Tier­grup­pen Tau­send­füß­ler und Insek­ten. Im Fall Tra­chea­ta wird her­vor­ge­ho­ben, dass die hier­un­ter ver­stan­de­nen Tie­re Tra­che­en besit­zen, im Fall Anten­na­ta dar­auf, dass die­se nur ein Anten­nen­paar haben. Sie haben den glei­chen Begriffs­in­halt, weil die bei­den Ter­mi­ni die­sel­ben inva­ri­an­ten Attri­bu­te besit­zen. (vgl. Graf 1989: 13f.).

Lite­ra­tur

  • Bax­mann-Krafft, Eva-Maria (Hrsgg.) (1999), Nor­men für Über­set­zer und tech­ni­sche Auto­ren. DIN, Deut­sches Insti­tut für Nor­mung e.V. Ber­lin: Beuth.
  • Graf, Ditt­mar (1989), Begriffs­ler­nen im Bio­lo­gie­un­ter­richt der Sekun­dar­stu­fe 1. Empi­ri­sche Unter-suchun­gen und Häu­fig­keits­ana­ly­sen. Frank­furt am Main: Peter Lang.

(Mehr zu die­sem The­ma im Modul 8 Berufs-, Fach- und Wis­sen­schafts­spra­chen der Mul­ti­lin­gua Aka­de­mie)

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